Santa Fe, New Mexiko … Seit geraumer Zeit schon will ich dieser einzigartigen Stadt einen lang ersehnten Besuch abstatten. Nun ist es endlich soweit. Auf meinem Flug von New York City, dem dritten Stop meiner kreativen Weltreise #CreativElenaRTW, genieße ich den Kontrast aus endlos weiten Feldern gegenüber den hoch aufragenden, schneebedeckten Rockies. Was für ein Anblick!

Blick auf die Central American Plains kurz vor meiner Zwischenlandung am Flughafen von Denver in Colorado.
Und hoch hinaus geht es für mich auch diesmal: Santa Fe liegt insgesamt 2.000 Meter über dem Meeresspiegel (oder 7.000 Fuß, wie die Amerikaner zu sagen pflegen 😉 ) und genießt bei über 300 Sonnentagen im Jahr ein eher trockenes, wüstenartiges Bergklima. Der jüngste Kälteeinbruch hat seine Spuren in Form von Schneefeldern hinterlassen, die einen hübschen Kontrast zu den mehrfach aus Lehm gebauten, historischen Häusern der Stadt Santa Fe bilden. Santa Fe … Für mich hat diese Stadt stets einen bestimmten Zauber versprüht. Vor allem, seit hier 2008 die weltweit erste Creative Tourism Conference tagte, in etwa zur gleichen Zeit als ich meine ersten Erfahrungen mit Kreativ-Reisen in Neuseeland machte. Seit damals verfolge ich die Bemühungen der Stadt, „Künstler und Kreativ-Reisende erfolgreich zusammen zu bringen“, wie es die gute Rebecca Wurzburger, vormalige Vizebürgermeisterin und Visionärin für Kreativtourismus, in ihrer lokalen Strategie „Santa Fe Creative Tourism“ formuliert hat. Ihr könnt Euch also vorstellen, wie sehr ich mich freue hier zu sein – als DIE Kreativ-Reisende an DEM Ort für Kreativ-Reisen schlechthin! Und so beginnt meine Reihe von Erzählungen über Kreativ Reisen in Santa Fe mit …
… einem Zinnblech-Schmuck-Workshop mit Sharon Candelario sowie dem Besuch der Taos Pueblo-Indianer, welche mir die kulturellen & geschichtlichen Zusammenhänge in und um Santa Fe sehr gut näher bringen.
Ein Hoch auf Dich & Deine gesamte Familie, liebe Sharon Candelario! Ihr habt mich hier von Anfang an wie zuhause fühlen lassen. Sharon’s Bruder nennt sich übrigens, „The Chile Man“ (und ich erklär‘ Euch später noch, weshalb!), ihr Vater kümmert sich liebevoll um das Kaminfeuer, während ihre Mama stets um unser Wohlergehen bemüht ist. So süß! Sharon selbst arbeitet nach ihrer Karriere als Sozialarbeiterin nunmehr eigenständig als freischaffende Künstlerin, „um mich ganz meiner Leidenschaft und Selbstbestimmung zu widmen“, erzählt sie mir als wir durch ihre kleine aber feine Galerie voller einzigartiger Zinnblech-Werke spazieren. Die Medina Art Gallery befindet sich in der Kleinstadt Chimayó, rund 30 Kilometer nördlich von Santa Fe, welche hauptsächlich aufgrund ihrer heiligen Kapelle bekannt ist – sowie natürlich aufgrund von Sharon Candelario selbst!

Auf zu meinem ersten Roadtrip in den USA! Ein Auto zu mieten und selbstständig den Weg in das gut beschilderte Chimayó, ca. eine halbe Stunde Fahrt nördlich der Stadt Santa Fe zu finden, ist wirklich kinderleicht.

Ich liebe den Farb- und Landschaftskontrast, welcher mir hier in New Mexico im Unterschied zu vielen anderen Landstrichen weltweit entgegenschlägt.

Bei meiner Ankunft in Chimayó führt mich Sharon erst mal ein wenig durch die Kleinstadt selbst, und zeigt mir wie selbstverständlich das „Allerheiligste“, die örtliche Kapelle … „It’s all about faith & art here“ – Kunst & Glauben, wie sie augenzwinkernd feststellt.

… bevor es auch schon los geht: Während meines insgesamt fast zweiwöchigen Aufenthalts hier in & um Santa Fe erlebe ich fast jeden Tag einen Kreativ-Workshop mit Santa Fe Creative Tourism – spannend!

„Pass gut auf dass Du Dich nicht schneidest“, lautet ihr Rat während sie mir geduldig sämtliche Werkzeuge und Techniken zum Schmieden meines eigenen kleinen Zinnblech-Kunstwerkes vermittelt.

Und so sieht selbiges nach nicht einmal einer Stunde Arbeitszeit aus! Ich darf zu Recht ein bisschen stolz sein. 😉

Hier seht Ihr Sharon gemeinsam mit ihrem Vater, welcher stets für Kaminholz-Nachschub sorgt, damit es „die Mädchen schön warm haben“!

Ich liebe Sharon’s faszinierende Zinnblech-Kunstwerke, wie diese sogenannten „Storytelling“-Federn hier …

… oder wie wäre es mit diesem Werk hier, eine einzigartige (und sehr langwierige!) Schnitzerei aus zuvor schwarz grundiertem Zinnblech? Wow – Gratuliere zu Deinen einzigartigen Kunstwerken, liebe Sharon!
„Santa Fe Creative Tourism hat sich für mich stets ausgezahlt„, erzählt sie mir basierend auf ihren Erfahrungen mit Kreativ-Reisenden während der letzten Jahre. „Ich gebe oft Kurse und genieße den Unterricht und Austausch mit meinen Kursteilnehmern. Viele sehen sich auch das Video auf meiner Webseite an, so wissen sie in etwa, was sie erwartet.“ Wenn auch Ihr mehr über Sharon und ihre einzigartige Kunstform des „Traditional Tin Smithing“ erfahren möchtet, dann seht Euch dieses Video an:
[su_youtube url=“http://www.youtube.com/embed/WtZr_E-5Fos“ width=“800″]

Die Kleinstadt Chimayó hat neben der heiligen Kapelle noch ein weiteres Kleinod zu bieten, und dieses lautet …

Dieser hat seine ganz spezielle Art und Weise, selbstgemachtes Chili-Pulver zur Verkostung anzubieten: Und zwar, indem er leckere Pistazienkerne auslöst und die Schalen mit einer einzigartigen Gewürzmischung aus Chili und weiteren Zutaten füllt …

… was dann so aussieht und gar nicht mal sooo scharf ist! Hier haben wir’s: Meine Reise zum guten Geschmack New Mexiko’s hat offiziell begonnen!

Diese Nummerntafel auf einem in Chimayó geparkten Auto hat ebenso meine Aufmerksamkeit erregt! „Land of Enchantment“ … super 😀

Und könntet Ihr Euch nicht ebenso daran gewöhnen, jeden Tag in so einem tollen Jeep rumzufahren …?! I like roadtrips in the USA!
„Von Chimayó fährst Du am besten über die High Mountain Road nach Taos … und lass Dir Taos Pueblo nicht entgehen … !“
Reisen mit Einheimischen stellt bekanntlich eine meiner Hauptkategorien für Reisetipps & Inspiration hier auf dem Reiseblog von Creativelena dar. Selbige, finde ich, wissen einfach so viel mehr (und Aktuelles) zu berichten! Als ich nun also über die traumhaften Bergstraßen von Chimayó nach Taos zuckle, stelle ich das Radio auf der Suche nach tollen Roadtrip-Songs an – und was „muss ich mir anhören“? Kitschige, spanische Liebeslieder aus New Mexiko! Gottseidank gibt es bald auch andere Sender. 😉 Bei meiner Ankunft in Taos fahre ich schnurstracks weiter in das Taos Pueblo, dem ersten Siedlungsort der Native American Indians. Hier werden regelmäßig Führungen angeboten, dank derer wir mehr über die zweitälteste Stadt der USA, Santa Fe und ihre Umgebung hier in Taos Pueblo erfahren. Oder wusstet Ihr, dass genau hier der oft wilde Zusammenfluss von Native Americans, spanischen Eroberern und East Coast Americans stattfand? Eine bewegte Geschichte allemal …

Bei meiner Ankunft im Taos Pueblo treffe ich auf den freundlichen jungen Guide Luis, der neben seiner Ausbildung zum Umweltingenieur auch ein weiteres, einzigartiges Merkmal vorweisen kann – seinen indianischen Namen in der lokalen Tiwa-Sprache, nämlich Ba Coo Tha Pie Gooe, was soviel bedeutet wie „Roter Stern“!

Taos Pueblo wurde von den Pueblo-Indianern vor rund 1.000 Jahren erstmals besiedelt, viele der hier umliegenden Stätten und Berge gelten ihnen als heilig.

Die Häuser sind wie auch in Santa Fe nach wie vor in traditioneller Bauweise aus Lehm gebaut, welches ein gut verfügbares und angesichts des wechselhaften Bergwüstenklimas ein ebenso gut isolierendes Baumaterial darstellt.

Wenig später besuche ich das Chiripada Weingut in der Stadt Taos selbst, in dem mir der Winzer Josh nach gut einer halben Stunde Konversation seine Telefonnummer und diese Weinflasche „schenkt“! 😀

Wer aus der Weinregion stammt, hat gut Lachen – Danke für diese Einführung in Northern New Mexiko-Weinbau lieber Josh!

Am liebsten möchte ich gleich wieder aufbrechen … Auf meiner Heimfahrt von Taos nach Santa Fe haben die Farben der untergehenden Sonne eine ganz eigene Magie!
Lust auf noch mehr bildreiche Kost an einzigartigen Reiseerlebnissen in & um Santa Fe, New Mexiko? Hier ist meine Selektion handverlesener Fotos für Euch zum Genießen & Tagträumen:
Hinweis: Ich wurde von Santa Fe Creative Tourism eingeladen, an Sharon Candelario’s Schmuck-Workshop teilzunehmen. Alle Meinungen sind meine eigenen.