Einmal Nizza und zurück. Als ich vergangenen Sommer den Roman meiner lieben Autoren-Freundin Yvonne Lacina-Blaha las, kam mir spontan eine Idee. Nizza, beschreibt sie darin so schön, hat das Leben ihrer Protagonistin zum Guten verändert, einen Zauber für sie bewirkt. Wie wäre es also, dachte ich, ebenfalls nach Nizza zu reisen – und zwar anlässlich meines 40. Geburtstages zusammen mit ein paar meiner liebsten Freundinnen?!
Aus „Warum nicht?“ wurde rasch ein „Gesagt, getan“. Noch im Vorjahr habe ich Einladungen an meine Freundinnen verschickt, habe meine beiden kleinen Buben für eine Woche bei den Eltern angemeldet und mir überlegt, aus der Strecke Wien – Nizza einen Roadtrip zu machen. Der Rest ist Geschichte: Hier könnt Ihr nachlesen, wie wir’s gemacht haben und was wir dabei alles erlebt haben!
Roadtrip Part I: Von Wien nach Südtirol mit Nächtigung in Trento (Trient).
Ich finde ja: Sobald man über die Alpen fährt, ist alles anders. Das südländische Lebensgefühl beginnt gleich hinter der Grenze zum Brennerpass: In unserem Fall mit einem kurzen Aufenthalt in der Stadt Trento (Trient). Um die knapp 1.200 Kilometer von Wien nach Nizza nicht in einem durchfahren zu müssen, haben wir uns für einen Stopover in der Kleinstadt zwischen Bozen und Verona entschieden.
Trient, das muss ich sagen, hat uns begeistert: Italienisches Flair, eine sehr hübsche Altstadt inmitten imposanter Berglandschaften, ein moderner „Trento Expo“ Campus mit tollem Frühstückscafé und ein AirBnB mit einer richtig guten Lage für uns Damen. Beim nächsten Mal bleibe ich hoffentlich länger da!
Roadtrip Part II: 1.200 Kilometer später kommen wir zur Geburtstagsfeier in Nizza an.
Am zweiten Tag unserer Reise können wir uns nur schwer von Trient trennen. Die vielen Kilometer von den Bergen Südtirols bis ans Meer verbringen wir mit Geschichten, Gelächter, guter Musik (italienische Schnulzen, französische Chansons, quietschige Popmusik, Spotify-Empfehlungen, alles dabei) und ein paar Stops an italienischen Raststätten, die VIEL besseren Kaffee als in Österreich anbieten. Siii!
Wunderschön ist die Strecke entlang der sogenannten „Autostrada dei Fiori„, oder Blumenautobahn, wie sich der Abschnitt von Genua bis an die französische Grenze nennt. Immer wieder blicken wir aufs Meer, sowie auf die vielen Dörfer und Kleinstädte mit klingenden Namen wie Savona oder San Remo. Hach! Fast schon schade, dass wir sie zugunsten Nizzas im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lassen müssen.
Tipp bzw. Info: Vom Brennerpass bis nach Nizza müsst Ihr mit ca. € 70,- Autobahn-Maut rechnen. Wir haben die Tank- und Mautspesen immer fair untereinander aufgeteilt: Splitit ist eine gute App dafür, aber wir haben es dank einfachem Mitschreiben und Rechnen auch so geschafft. 😉
Nizza mit der French Riviera Card (und den Mädels) erleben.
Nizza also. Endlich sind wir da! Meine liebe Blogger-Freundin Janett saß, aus Deutschland kommend, nicht mit uns im Auto, sondern ist die Strecke Düsseldorf – Paris – Nizza mit dem TGV angereist. So konnte sie praktischerweise bereits vor uns in unser AirBnB im Hafenviertel Vieux Nice einchecken, nur ein paar Straßen vom Strand entfernt. Die Lage, die Ausstattung, die Flasche Wein unserer Gastgeber zur Begrüßung – diese Unterkunft war ein absoluter Traum!
Einen Tag vor meinem eigentlichen Geburtstag feiern wir das Leben: Ausgedehnt frühstücken, genüsslich bummeln, im wunderbar samtig-sauberen Meer von Nizza baden, die Altstadt und Villefranche sur Mer erkunden. Dieses kleine Städtchen erreichen wir ganz bequem mit dem „Nice Le Grand Tour“ Stadtbus, der im Städtepass French Riviera Card inkludiert ist. Neben vielen ermäßigten oder freien Eintritten gönnen Janett und ich uns auch eine kleine Weinverkostung. Janett hat die vielen Vorzüge der French Riviera Card in einem eigenen Blog für Euch zusammengefasst: Mehr dazu könnt Ihr in Kürze hier nachlesen.
Tagestrip im Hinterland der Côte d’Azur: Parfumhauptstadt Grasse & Saint-Paul-de-Vence.
„Was wünscht Du Dir für Deinen Geburts-Tag, liebe Elli?“, fragen mich meine Freundinnen ein paar Mal während unserer gemeinsamen Reise. Nach dem Aufwachen im Meer baden gehen, ist mein erster Gedanke. Danach in ein feines Frühstücks- bzw. Brunch-Lokal und … vielleicht auf einen Kurztrip in das Hinterland von Nizza?
Seit ich vor vielen Jahren mit meinen Eltern an der Côte d’Azur unterwegs war, ist mir die Parfumhauptstadt Grasse nahe Nizza in Erinnerung geblieben. Mein Bruder empfiehlt dazu Saint-Paul-de-Vence, ein absolut hübsches, mittelalterlich-befestigtes kleines Städtchen in den Hügeln nördlich von Nizza.
Diese beiden Ausflugsziele und ihre relative Nähe zu Nizza geben den Ausschlag: On y va, mesdemoiselles!
Roadtrip Part III: Von Nizza über den Gardasee bis nach Wien.
Nach all den traumhaft schönen Stunden in Nizza und Umgebung müssen wir leider viel zu rasch wieder packen und die lange Heimfahrt Richtung Wien antreten. Extrem weit weg scheint es uns plötzlich, jetzt, da wir so richtig am Meer, im Süden, bei der Lebensfreude in Nizza angekommen sind.
Anfang Oktober ist übrigens eine der besten Reisezeiten für Nizza wie ich finde: (Viel) Weniger Leute als während der Hochsaison in den Sommermonaten, tagsüber noch sehr warm, das Meer zum Baden ein Traum … Seit dem Jahr 2021 zählt Nizza auch zum Weltkulturerbe der UNESCO, was den Besuch der Stadt und seine Geschichte erst recht lohnenswert machen.
Umso schwerer fällt uns daher der Abschied – und wir beschließen, ihn mit einer Übernachtung am Gardasee zu versüßen. Dort springen Magadalena und ich tatsächlich noch mal in den See! Es ist nicht das Meer von Nizza, but hey … für den Zweck einer lustigen Reise mit den Mädels passt es perfekt.
Zum Abschluss lege ich Euch hier noch meine Reiserubrik Frankreich ans Herz: www.creativelena.com/reiseblog/europa/frankreich. Ich LIEBE dieses Land, die Sprache, das ganz eigene Lebensgefühl und natürlich auch die vielen Freundschaften, die ich hier geschlossen habe. Frankreich verdient in jedem Fall Euren Besuch, und Nizza sowieso!