Wenn eine(r) eine Reise tut … dann kann sie was erleben! Vor allem mit dem Zusatz Kleinkind, Rucksackreisen und rein öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich gebe zu: Nach all den Monaten Corona-bedingten Lockdowns musste vor allem ich als „Reise-Mama“ dringend wieder vor die Tür! Was lag da näher, als liebe Freundinnen aus alten (Reise)Zeiten zu kontaktieren, um sie gemeinsam mit Sohn Liam, gut zwei Jahre alt, besuchen zu kommen?
Warum ich für unsere knapp dreiwöchige Zugreise durch Deutschland, Belgien und Luxemburg übrigens rein öffentliche Verkehrsmittel gewählt habe, erkläre ich Euch hier. Kurz gesagt finde ich, dass es sich so mit Kleinkind viel angenehmer und natürlich auch umweltschonender reisen lässt. In Zug und Bus ist immer was los, und ich kann mich viel besser um den kleinen Weltenbummler kümmern, als dies auf langen Autofahrten – ohne Begleitung – möglich wäre.
Kinderfreundlich reisen in Deutschland
Wie die Reise am besten mit den Bedürfnissen meines gut zweijährigen Sohnes verbinden? Für ihn (und meine Nerven 😉 ) habe ich mir dazu natürlich schon vorab Gedanken gemacht; habe beispielsweise einzelne Zugstrecken mit maximal vier bis fünf Stunden pro Tag begrenzt und immer wieder auch Ruhetage bei Freunden eingeplant, für die es kein Programm gab. Urlaub für die Mama muss schließlich auch sein!
Tipps für kinderfreundliche Stopovers, zum Beispiel in München, oder Ausflugsmöglichkeiten mit Kleinkind im Großraum Köln-Düsseldorf kamen dann stets von meinen befreundeten Familien vor Ort. Die wissen natürlich selbst am besten, wo Spielplätze, Eiscafé und ein bisserl Sightseeing, gute Lokale & Shopping-Möglichkeiten die ideale Ergänzung finden! 😀
Reisetipps für Köln mit Kleinkind
Wir waren nur wenige Tage in Köln zu Gast, haben dies jedoch ungemein entspannt und „wie Einheimische“ erlebt! Dies lag sicher auch an der absolut ruhigen Wohnungslage meiner Freunde nahe der Sülzburgstraße im Stadtteil Köln-Klettenberg. Herrlich. Es ist dies ein Teil Kölns, den ich so noch nicht kannte und der mir, nun als Mama mit Kleinkind unterwegs, ob der vielen Spielplätze, ruhigen Straßenzüge und Einkaufs- wie Einkehrmöglichkeiten in Erinnerung bleiben wird.
Meine Freundin Mary, ihr dreijähriger Sohn Ferdinand, mein Liam und ich waren übrigens auch ganz klassisch an der Rheinpromenade bummeln und – plantschen! Gleich unterhalb des Kölner Doms gibt es nämlich einen großzügigen Wasserspielplatz, in dem sich Kleinkinder an heißen Sommertagen herrlich austoben können. Den Ausflug haben wir mit Flammkuchen & Kölsch im „Polit-Kult-Lokal“ Die Ex-Vertretung direkt am Rhein ausklingen lassen: Einser-Schmähs abgebrühter Kellner inklusive (wie übersetzt man „Schmäh“, also Witz, noch mal schnell ins Kölsch?!).
Reisetipps in und rund um Düsseldorf mit Kleinkind
Unser nächstes „Basislager“ bot sich mit einem Besuch meiner langjährigen Freundin & Blogger-Kollegin Janett Schindler aka @Teilzeitreisende an, die in einer kleinen Gemeinde auf dem Land ziemlich genau zwischen Köln und Düsseldorf lebt. Sehr schlau im Grunde, denn so umgeht sie prompt die Rivalität zwischen den beiden Städten! Spaß beiseite: Wir haben die Zeit in Janett’s Wahlheimat wirklich sehr genossen.
Als Ausflugstipps dürfen Liam und ich das mittelalterliche Städtchen Zons am Rhein nennen, die Stadt Wuppertal mit ihrer historischen Schwebebahn und dem Zoo, sowie den Aquazoo Düsseldorf und den Altstadtbummel durch Düsseldorf entlang der Königsallee. Alles zusammen perfekt auch oder gerade mit Kleinkind möglich!
Vielen Dank, liebe Janett, für den zauberhaften Empfang und die vielen lustigen Ausflüge bei Dir!
Noch Fragen zur Reise? Nur her damit!
Hat Liam überall gut geschlafen?
Hat er auch alles gegessen?
Hattet Ihr (viele? welche?) Spielsachen dabei?
Wie seid Ihr das mit dem Gepäck angegangen?
Und was, wenn mal was passiert (ist) …?
🙂
Ich schätze, das sind die gängigsten Fragen die zu einer solchen Abenteuerreise mit Kleinkind noch auftauchen können. Meine Antworten darauf lauten: Ja, Liam hat als tendenziell ausgeglichenes, zufriedenes Kind überall gut und lange geschlafen und sich auch unterwegs von der Reise erholen können. Essenstechnisch ist er ein wahrer Genussmensch (wie die Mama 😉 ) das macht es natürlich auch beim Reisen leichter!
Was die Unterhaltung in Form von Spielsachen angeht: Wir sind ja fast immer „von Kinderzimmer zu Kinderzimmer“ gereist, haben Freunde und deren Kinder besucht – somit habe ich nur ganz wenig, nicht mal 10 Spielsachen (Autos, Züge + Bücher) für Liam eingepackt.
Das Gepäck (ich habe alles in einem Rucksack und einem Kinderwagen-Beutel getragen) war so konzipiert, dass wir alle paar Tage vor Ort Wäsche waschen konnten (danke an alle, die uns dabei wie selbstverständlich unterstützt haben!).
Passiert ist zum Glück nichts, außer dass ich über eine Woche eine ordentliche Verkühlung aufgezogen habe, die sich aber rasche wieder gelegt hat. Beim Solotrip mit Kind natürlich etwas mühsam, aber es ging, ehrlich.
Und wohin geht Eure nächste Reise – ob mit oder ohne Kleinkind?